Residency 1

Das ist ein Fliesstext. Das Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. »Wie ein Hund!« sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben. Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Und es war ihnen wie eine Bestätigung ihrer neuen Träume und guten Absichten, als am Ziele ihrer Fahrt die Tochter als erste sich erhob und ihren jungen Körper dehnte. »Es ist ein eigentümlicher Apparat«, sagte der Offizier zu dem Forschungsreisenden und überblickte mit einem gewissermaßen bewundernden Blick den ihm doch wohlbekannten Apparat. Sie hätten noch ins Boot springen können, aber der Reisende hob ein schweres, geknotetes Tau vom Boden, drohte ihnen damit und hielt sie dadurch von dem Sprunge ab. In den letzten Jahrzehnten ist das Interesse an Hungerkünstlern sehr zurückgegangen. Aber sie überwanden sich, umdrängten den Käfig und wollten sich gar nicht fortrühren.Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. »Wie ein Hund!« sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben.

Die Master Series-Residencies bieten ZHdK-Masterstudierenden aller Departemente die einmalige Gelegenheit, während 3 Monaten mit Wissenschaftler•innen einer Forschungsgruppe zusammenzuarbeiten und in diesem Zusammenhang ein künstlerisches Projekt zu entwickeln. Interessierte Studierende können sich auf zwei jährlich ausgeschriebene Residencies bewerben.

Die Master Series-Residencies werden kuratiert und begleitet vom artists-in-labs program in Kooperation mit dem Master Transdisziplinarität.

Die Rahmenbedingungen der Residency eröffnen die Möglichkeit zu einem vertieften transdisziplinären Dialog, der durch die Konfrontation von unterschiedlichen Konzepten und Verfahrensweisen, kulturellem Wissen und Hintergrund angeregt wird. Die Residency bietet der/dem Studierenden Zeit und Raum, ein Projekt zu entwickeln und kritisch zu reflektieren sowie eine Bandbreite an wissenschaftlichen Themen, Methoden und Technologien kennenzulernen. Während der Residency erhält die/der Studierende als Teammitglied Zugang zu der Forschung und entwickelt im engen Austausch mit dem wissenschaftlichen Team ihr/sein Projekt.

Es besteht zudem die Möglichkeit in Absprache mit der Studiengangs- oder Vertiefungsleitung das Residency-Projekt als Masterarbeit weiterzuentwickeln. Eine Ansprechperson am Institut kümmert sich um die Belange der/des Studierenden; zusätzlich begleiten regelmässige individuelle Mentoratsstunden mit der Projektleitung (AIL/MTR) den künstlerischen Forschungs- und Arbeitsprozess.